Vorsorgevollmachten / Patientenverfügungen

Mit persönlichen Verfügungen haben Sie die Möglichkeit, wichtige Vorkehrungen für den Fall zu treffen, dass Sie aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer vergleichbaren Beeinträchtigung in ihrer Entscheidungsfähigkeit (Geschäfts-, Einsichts- und Urteilsfähigkeit) eingeschränkt sind oder Ihre Wünsche nicht mehr äußern können.

Mit der Errichtung einer Vorsorgevollmacht oder der Wahl eines Erwachsenenvertreters können Sie das Selbstbestimmungsrecht größtmöglich wahren. Ein weiteres Instrument ist die Errichtung einer Patientenverfügung.

Unsere Kanzlei bietet Rechtsberatung und die Errichtung sowie Registrierung insbesondere folgender Verfügungen an:

Vorsorgevollmacht:

Mit der Vorsorgevollmacht kann eine Person eine Vertrauensperson als Bevollmächtigten bestimmen, der für sie in bestimmten Angelegenheit zu entscheiden hat und sie vertreten kann, wenn der Vollmachtgeber die Geschäftsfähigkeit, Einsichts- und Urteilsfähigkeit oder die Äußerungsfähigkeit verloren hat. Die Vorsorgevollmacht wird somit erst nach Eintritt des Vorsorgefalles wirksam. Im Zeitpunkt der Errichtung einer Vorsorgevollmacht muss die betroffene Person aber noch geschäftsfähig bzw. einsichts- und urteilsfähig sein.

Erwachsenenvertreter-Vollmacht:

Mit dem neuen Erwachsenenschutzgesetz wird in Österreich die bisherige Sachwalterschaft abgelöst. Zielsetzung ist ebenfalls die Förderung der Selbstbestimmung von Menschen, die in ihrer Entscheidungsfähigkeit (Urteils- oder Einsichtsfähigkeit) eingeschränkt sind.

Volljährige Personen können nunmehr im Bedarfsfall selbst einen Vertreter bestimmen, der sofort für sie tätig werden soll. Diese Bestimmung eines gewählten Erwachsenenvertreters ist auch bei schon etwas eingeschränkter persönlicher Willensbildung des Vertretenen möglich.

Patientenverfügung:

Die Patientenverfügung ist demgegenüber eine Willenserklärung, mit der ein Patient im Voraus festlegen kann, dass er eine medizinische Behandlung ablehnt. Die Patientenverfügung wird ebenfalls nur dann wirksam, wenn der Verfügende im Zeitpunkt der Behandlung nicht einsichts-, urteils- oder äußerungsfähig ist. Es gibt beachtliche und verbindliche Patientenverfügungen.