Honorar

Für den Honoraranspruch der Kanzlei bzw. für Rechtsanwälte in Österreich gilt der Grundsatz der freien Honorarvereinbarung.  Die Kanzlei rechnet die anwaltlichen Leistungen zusammenhängend mit gerichtlichen Verfahren grundsätzlich nach dem Rechtsanwaltstarifgesetz (RATG) ab. Für den Honoraranspruch der Kanzlei ist der Mandant als Vollmachtgeber vorleistungspflichtig. Ob bzw. in welcher Höhe der Verfahrensgegner Ihnen diese Kosten zu ersetzen hat, entscheidet das Gericht oder kann im Einvernehmen mit dem Gegner vereinbart werden.

Ist eine erbrachte Leistung der Kanzlei nicht im RATG abgedeckt, so etwa bei der Vertretung und Verteidigung in Strafverfahren, wird der Honoraranspruch nach den Allgemeinen Honorar-Kriterien des Österreichischen Rechtsanwaltskammertrages  abgerechnet.

Ist die Honorierung von Leistungen im Notariatstarifgesetz geregelt, so etwa die Errichtung von Vertragsurkunden oder die Prüfung fremder Verträge, Errichtung letztwilliger Verfügungen und Testamente, Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, so wird der Honoraranspruch zusätzlich auf Basis dieses Gesetzes abgerechnet.

Es steht dem Rechtsanwalt aber auch frei mit dem Mandanten ein Pauschalhonorar oder ein Zeithonorars zu vereinbaren. Ebenso kann ein Erfolgszuschlag vereinbart werden, wenn die anwaltliche Tätigkeit den erhofften Erfolg zeigt. Diese Art der Abrechnung wird aber im Vornhinein mit dem Klienten vereinbart.

Der Rechtsanwalt ist darüber hinaus berechtigt, von seinem Mandanten angemessene Anzahlungen (Kostenvorschuss) zu verlangen und offene Honoraransprüche von den für den Mandanten einlangenden Fremdgeldern abzuziehen. Die Gegenverrechnung wird nur in Rücksprache mit dem Mandanten vorgenommen. Der übrig bleibende Restbetrag wird an den Mandanten zurückgezahlt. Ist der Honoraranspruch strittig, kann der Rechtsanwalt das strittige Honorar zwar in Abzug bringen, hinterlegt diesen Betrag jedoch gerichtlich bis der Streit beigelegt ist.